Geschichte

Bereits in den fünfziger Jahren nahmen fußballbegeisterte junge Burschen die Anlage eines Spielfeldes am westlichen Ortsrand von Igenhausen in Angriff. Es blieb allerdings bei diesem Versuch. Heute steht an dieser Stelle das mittelständische Unternehmen Josef Kienmoser. Der zweite und erfolgreichere Versuch hatte seine eigentlichen Ursache in dem 1964 als Schulleiter nach Igenhausen versetzte sportbegeisterten Lehrer Walter Scheer, der es verstand, aus seinen Buben eine ungemein schlagkräftige Schülerelf zu formen, die bei den alljährlichen Kreismeisterschaften gehörig für Furore sorgte. Nach Schulentlassung spielten diese jungen Sportler bei den verschiedensten Vereinen, vor allem beim TSV Hollenbach, aber auch beim SC Griesbeckerzell, dem TSV Affing und Alsmoos, und auch beim BC Aichach. Beim Wechsel in die Seniorenmannschaft hakte es allerdings, denn nur wenige wurden in diese berufen.

So fanden im Sommer des Jahres 1970 auf Initiative von Georg Reitberger, der Valentin Kocsis für seine Idee gewinnen konnte, sondierende Gespräche mit den jungen Sportlern u.a. im Gasthaus Aechter in Schönbach und mit allen Interessierten am 2. Juli 1970 im Gasthaus Sedlmeir in Igenhausen statt. Dem Initiator gelang es dabei Jakob Höß und Rainer Kühnl für sein Vorhaben zu begeistern. Trotz einer gewissen Skepsis sprach sich die überwiegende Mehrheit des überaus vollen Hauses für die Schaffung einer Sportgemeinschaft aus. So fand dann am 25. Juli 1970 die eigentliche Gründungsversammlung im Gasthaus Sedlmeir mit Neuwahlen statt. Unter der Leitung des Lehrers Gerold Sedlatschek wurde Ludwig Mayr zum 1. Vorstand, Leonhard Schmid zu dessen Stellvertreter, Rupert Höß zum Kassier und Georg Reitberger zu dessen Stellvertreter gewählt. Mit in die Vorstandschaft wurden Rainer Kühnl, Stefan Nuspl sen. , Georg Büchl und Bürgermeister Rupert Reitberger der damals noch selbständigen Gemeinde Igenhausen berufen.

Gründungs Mannschaft des FC Igenhausen 1970

Nun musste alles schnell gehen, denn zur Aufnahme des Spielbetriebs blieb nicht mehr viel Zeit. Allein das „Einsammeln“ der Spielerpässe bei den verschiedensten Vereinen ging nicht ganz reibungslos vonstatten. Die Gemeinde Igenhausen stellte das in der Flurbereinigung als Schulsportplatz ausgewiesene, allerdings damals noch nicht regelkonforme Grundstück als Sportplatz zur Verfügung. Einen herben Rückschlag bedeutete der durch einen tödlichen Stromschlag erst 19-jährig am 22. Juli 1970 ums Leben gekommenen hoffnungsvollen Spieler Josef Thummerer. Igenhausen war geschockt. Die Wirtsleute Anna und Gregor Sedlmeir stellten dem jungen Verein Räumlichkeiten zum Umkleiden und Duschen der Sportler zur Verfügung. Zum ersten Trainer konnte der ehemals beim TSV Kühbach kickende Lehrer Gerold Sedlatschek gewonnen werden. Trotz guter Einzelsportler, bei denen Brüderpaare wie Konrad, Michael und Johann Palleis, oder Martin und Hubert Golling zu finden waren, erkannten die jungen Akteure sehr bald, dass sie noch keine Mannschaft waren. Nach der ersten Punktspielrunde 1970/71 erreichte der junge Verein nur den vorletzten Platz in der C-Klasse. Doch bald gab es Veränderungen. In der Jahresversammlung am 04. Dezember 1971 wurde Xaver Arzberger zum 1. Vorstand berufen, der 17 Jahre diesen Verein führen sollte. Zusammen mit seinem Vize Jakob Höß veränderte sich das Gesicht und das Image des jungen Sportvereins nachhaltig. Sehr schnell erkannte Arzberger mit seinem Team, dass ein Sportheim am Sportplatz eine unumgängliche Notwendigkeit ist. In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des FCI und der „Schwarzlachtaler Schützen“ beschlossen beide Vereinsmitglieder nach einer lebhaften Diskussion ein gemeinsames Sport- und Schützenheim zu bauen. Die mutig angegangene Finanzierung ermöglichte den Baubeginn im Oktober 1972. Trotz großartiger Eigenleistungen und kostenlosen Maschineneinsatzes war dieses Vorhaben eine finanzielle Gratwanderung.

Am 20. Januar 1974 fand die letzte Generalversammlung im Gasthaus „Sedlmeir“ statt.

Mannschaft im WM Jahr 1974

Bei der Neuwahl ergänzten die bewährte Führung mit Xaver Arzberger und Jakob Höß nun junge Nachwuchskräfte mit Inge Höß als Schriftführerin, Hubert Golling als Jugendleiter und Alois Kastl als Kassier. Mit Helene Höß konnte für das neue Haus eine Wirtin gefunden werden, die über dreißig Jahre dieses Haus betrieb und nahezu zu einer Legende avancierte. Die offizielle Inbetriebnahme und Einweihung des Hauses feierten die Sportler am 09. Juni 1974 mit kirchlicher Segnung durch Pfarrer Franz Rudrof.

Offizielle Einweihung Sportplatz 1974

Ein anschließendes Freundschaftsspiel zwischen der Landesligamannschaft des BC Aichach und einer Kombielf zwischen dem FCI und dem TSV Hollenbach gewann zwar der BCA mit 5:2 Toren, jedoch war die herausragende Leistung von Torwart Johann Palleis vom FCI der Gesprächsstoff des Tages.

Einweihung anschließendes Freundschaftsspiel

Einen sportlichen Höhepunkt erlebte der FC Igenhausen in der Saison 1975/76 mit der C-Klassenmeisterschaft und den Aufstieg in die B-Klasse. In einem Entscheidungsspiel gegen den SV Steingriff ging der FCI auf den Gelände des BC Aichach mit einem 2:0 als Sieger vom Platz. Durch einen weiteren Kraftakt konnte endlich im Jahre 1978 der Sportplatz regelkonform erweitert und ausgebaut werden. Der Spiel- und Trainingsbetrieb fand in dieser Zeit am „Waldstadion“, dem auch jetzt noch genützten Trainingsgelände statt. Im Rahmen einer Sportfestwoche wurde vom 11. bis 15. August 1978 nicht nur kräftig gefeiert, sondern auch der neue Platz in Betrieb genommen. 1984 musste sich der FCI wieder aus der B-Klasse verabschieden, konnte jedoch zum 20-jährigen Bestehen mit dem Gewinn der Meisterschaft wieder aufsteigen.